Konservativ ist nicht gleichbedeutend mit Widerstand gegen Wandel, sagt Berliner CDU-Bürgermeisterkandidat
Berliner CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Evers betont, dass Konservatismus im Zeitalter von Digitalisierung und gesellschaftlicher Veränderung eine neue Form annehmen muss.

Der Berliner CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Evers betont, dass Konservatismus im Zeitalter von Digitalisierung und gesellschaftlicher Veränderung nicht als Widerstand gegen Wandel verstanden werden darf, sondern als Orientierung in Zeiten tiefgreifender Veränderungen. In einer Welt, in der die Komplexität der Gesellschaft und die Herausforderungen der Krisen viele Menschen überfordern, sei es wichtig, den Wertegemeinschaften und dem gemeinsamen Verständnis für Freiheit und Demokratie zu verpflichten. Evers betont, dass Konservativ zu sein, heißt, sich nicht gegen Wandel zu stellen, sondern im Wandel die Kontinuität zu suchen und das Bewahrenswerte zu erkennen und zu schützen.
Der moderne Konservatismus als Ausgangspunkt für Freiheit
Der moderne Konservatismus, so Evers, basiert auf dem Grundgesetz, insbesondere auf Artikel 1 Absatz 1, der die Würde des Menschen als unantastbar festlegt. Freiheit lebt nicht von Beliebigkeit, sondern von Verantwortung. In einer Zeit, in der digitale Eingriffe in Freiheitsrechte oft akzeptiert werden, obwohl sie in der analogen Welt als unzulässig angesehen werden würden, sei es besonders wichtig, den Rechtsstaat und demokratische Institutionen als Fundament der Freiheit zu bewahren. Der moderne Konservative will nicht belehren, sondern Integration und Zusammenhalt fördern.
Die Herausforderungen der Digitalisierung
Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen mit sich, die den Konservatismus in eine neue Form bringen. Im digitalen Raum setzt sich oft das Recht des Lauteren, manchmal sogar des Extremeren, durch. Der demokratische Rechtsstaat schützt dagegen bewusst auch Minderheiten. Evers betont, dass es wichtig sei, im digitalen Raum nicht als bloßer Nutzer zu gelten, sondern als Bürger, der mit Verantwortung und dem Anspruch auf demokratische Regeln im Netz handelt. Die Demokratisierung des Digitalen, die Durchsetzung demokratischer Grundregeln und der Schutz vor radikalisierenden Inhalten und digitaler Gewalt seien zentrale Anliegen des modernen Konservatismus. Die wachsende Komplexität der Gesellschaft und der Krisen überfordert viele Menschen. Wo Orientierung verloren geht, wächst die Sehnsucht nach einfachen Antworten, neuen Autoritäten und vermeintlich starker Führung. Evers betont, dass gerade deshalb leidenschaftliche Konservative benötigt werden, um die freiheitliche Demokratie in einer sich wandelnden Welt zu bewahren. Die Voraussetzung für Freiheit ist ein gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Der moderne Konservative folgt keiner Utopie, entwirft keine Heilslehren und baut sein Weltbild nicht auf Feindbildern auf. Er will weder belehren noch missionieren. Gerade darin unterscheidet er sich von linken, rechten und religiös-fundamentalistischen Ideologien. Der Konservative will Integration und Zusammenhalt, wo Linke und Rechte Identitätspolitik und Kulturkampf betreiben. Er will das Gemeinsame, das Verbindende und Verbindliche stärken, das eine freie und pluralistische Gesellschaft zusammenhält. In einer Zeit, in der der Staat immer mehr verspricht, als er dauerhaft leisten kann, gefährde das seine eigene Akzeptanz und Handlungsfähigkeit. Das drohende Systemversagen in den sozialen Sicherungssystemen sei nicht nur ein finanzpolitisches, sondern vor allem ein gesellschaftspolitisches Problem.
