Aids-Konferenz in Rio: Die Pandemie kehrt zurück
Aids-Konferenz in Rio: Finanzierung sinkt, Karte mit KI falsch, Hoffnungen auf neue Medikamente.

Finanzierung für Aids-Bekämpfung sinkt erneut
Die Finanzierung für die Bekämpfung von HIV und Aids ist im vergangenen Jahr um 25 Prozent gesunken, wie ein Bericht des UN-Aids-Programms und der amerikanischen Gesundheitsorganisation KFF zeigt. Die staatlichen Hilfsgelder für die Versorgung sanken von 8,3 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 6,2 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Dieser Rückgang hat schwerwiegende Folgen, insbesondere für die am stärksten Betroffenen. Mehr als 1700 Kliniken mussten geschlossen werden, und 77.000 Kinder wurden 2025 weniger versorgt als im Vorjahr. Die Kürzungen der Finanzierung und die politischen Entscheidungen der Regierungen haben bereits erhebliche Auswirkungen.
Karte mit KI falsch, Verwirrung im Außenministerium
Auf der Welt-Aidskonferenz in Rio de Janeiro zeigte die amerikanische Regierung eine Karte, die den Kontinent Afrika darstellt. Die Karte wurde offenbar mit KI erstellt und enthielt gravierende Fehler. Länder wie Mosambik und die Elfenbeinküste wurden an falschen Orten platziert. Das Außenministerium übernahm die volle Verantwortung für die Verwirrung. Die Karte war Teil einer Präsentation, die den ehemaligen Präsidenten George W. Bush und sein Projekt PEPFAR hervorheben sollte.
Die Karte war Teil einer Präsentation, die den ehemaligen Präsidenten George W. Bush und sein Projekt PEPFAR hervorheben sollte. Die Trump-Regierung hat klare Vorgaben für die Förderung von Projekten im Kampf gegen HIV und Aids gesetzt. Projekte, die sich für Diversität, Chancengleichheit und Inklusion einsetzen, dürfen nicht von PEPFAR unterstützt werden. Dies betrifft besonders Programme, die sich gezielt an besonders betroffene Gruppen wie Sexarbeiterinnen und -arbeiter sowie Männer, die Sex mit Männern haben, richten. Viele Organisationen mussten daher solche Projekte streichen, um weiterhin Fördergelder zu erhalten.
Die Kürzungen der Finanzierung und die politischen Entscheidungen der Regierungen haben bereits erhebliche Auswirkungen. Mehr als 1700 Kliniken mussten geschlossen werden, und 77.000 Kinder wurden 2025 weniger versorgt als im Vorjahr. Die Zahl der Menschen, die mit HIV leben, aber keine Behandlung erhalten, ist hoch. Fast die Hälfte aller Kinder mit HIV hatte 2025 keinen Zugang zu einer antiretroviralen Therapie. Die Folgen der fehlenden Hilfsgelder sind kaum zu unterschätzen. Die Folgen der fehlenden Hilfsgelder sind kaum zu unterschätzen.
Trotz der Finanzierungskürzungen setzen Experten große Hoffnungen in das hochwirksame Virostatikum Lenacapavir. Es muss nur zweimal jährlich injiziert werden und ist besonders gut für Regionen in Afrika geeignet, wo der Zugang zu regelmäßiger Gesundheitsversorgung eingeschränkt ist. PrEP, in Form von täglichen Tabletten oder injizierbaren Medikamenten, ist zu 99 Prozent wirksam. Studien, vorgestellt auf der Konferenz in Rio, belegen die Effektivität. Laut einer WHO-Studie könnten mit Lenacapavir bis zu 41 Prozent der HIV-Neuinfektionen in Südafrika, Simbabwe und Westkenia verhindert werden. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, dringend mehr Mittel bereitzustellen, um die Pandemie zu bekämpfen. Die Kürzungen der Finanzierung und die politischen Entscheidungen der Regierungen haben bereits erhebliche Auswirkungen. Die Zahl der Menschen, die mit HIV leben, aber keine Behandlung erhalten, ist hoch. Fast die Hälfte aller Kinder mit HIV hatte 2025 keinen Zugang zu einer antiretroviralen Therapie. Die Folgen der fehlenden Hilfsgelder sind kaum zu unterschätzen.
